Mittwoch, 1. Mai 2013

[Aktionen] Blogger schenken Lesefreude - and the winner is...

Guten Morgen!
Erstmal möchte ich mich für die rege Teilnahme an der Aktion bedanken! So viele liebe Kommentare! Am Ende sind 81 Namen in der Losschüssel gelandet-eine Menge Bastelarbeit ;-)





Was die Aktion jetzt leider ein bisschen überschattet hat: Ich hege doch den starken Verdacht, dass da jemand versucht hat, sich mehrfach in den Lostopf einzuschmuggeln. Leute, macht so was nicht! Das verdirbt einem echt den Spaß an der Sache. Bei der nächsten Aktion muss ich mir da mal im Vorfeld was überlegen.
However, der glückliche Gewinner ist:

Micha, von Michas Bücherträume! Herzlichen Glückwunsch! Deine Mailadresse habe ich ja bereits und du wirst gleich von mir hören.

Alle anderen: Bitte nicht traurig sein! Ich drück euch die Daumen, falls ihr noch an weiteren Verlosungen teilgenommen habt und werde sicherlich mal bei nächster Gelegenheit auf dem einen oder anderen Blog herumstöbern :-)

Dienstag, 30. April 2013

[Aktionen] Blogger schenken Lesefreude

Hallo ihr Lieben,
Ende Gelände, wer jetzt noch nicht im Topf sitzt hat leider keine Chance mehr auf die "Tribute".
Jetzt muss ich's leider bis morgen spannend machen, weil ich direkt weg muss und heute abend erst spät wieder zurück bin. Morgen werde ich dann mal in aller Ruhe die Lostrommel rühren und das Ergebnis verkünden.
Bin sehr gespannt und ich denke, ihr sicher auch :-)

Dienstag, 23. April 2013

[Aktionen] Blogger schenken Lesefreude

Ui, ich bin ja fast aus den Latschen gekippt, als ich die vielen Kommentare im vorherigen Beitrag gesehen habe. Schön, dass doch einige hierhergefunden haben *freu*

Wünsche also einen fröhlichen Welttag des Buches! Eigentlich wollte ich noch ein wenig Wissenswertes zu diesem Tag zusammenklauben, bin jetzt aber doch etwas zu müde. Also lieber direkt zum Wesentlichen...

Wie die meisten wohl schon wissen, müsst ihr einfach nur diesen (oder den vorherigen) Beitrag kommentieren, um im Lostopf für "Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele" zu landen. Bis zum 30.04 um 18:00 Uhr habt ihr Zeit. Dann werde ich Zettelchen ziehen und den glücklichen Gewinner bekanntgeben. Einige haben ja schon ihre Mailadressen direkt dazugeschrieben. Ihr könnt auch gerne abwarten, ob ihr gewonnen habt, und mir dann an meine Mailadresse schreiben (kommt dann noch), wohin das Buch gehen soll.

Übrigens findet ihr hier noch die alte Rezi zum Buch.
Tja, dann bleibt mir nur noch zu sagen:"Möge das Glück stets mit euch sein!" ;-)

Nachtrag: Ich sehe gerade, die Uhrzeit in der Kommentarfunktion entspricht nicht wirklich MEZ...Habe gerade getestet und muss dementsprechend 9 Stunden draufpacken. Nur nebenbei, bevor jemand sagt, dass es doch noch vor 18 Uhr gewesen sei. ;-)

Nachtrag Nachtrag: Ich bin ja immer geplätteter wenn ich sehe, wie viele Leute sich hier eingefunden haben, und grüße mal alle ganz lieb! Das wird ja richtig spannend!

Samstag, 20. April 2013

[Aktionen] Blogger schenken Lesefreude

Ich hatte ja hier auf dem Blog noch gar nicht den Titel genannt, der von mir verlost wird. Das hole ich hiermit nach.

 *trommelwirbel*

Ein absoluter Liebling, "Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele". Also der erste Teil der Trilogie, im Hardcover-Format. Es ist von mir bereits einmal gelesen worden, aber in sehr gutem Zustand. Eine Buchhändlerin pflegt ihre Schätze sorgfältig ;-) Ich habe mir vor einiger Zeit die schöne Gesamtausgabe im Schuber zugelegt und der Einzelband sucht nun ein neues Zuhause.

Ich hoffe, ihr habt es nicht alle längst schon gelesen. Falls ja, verschenkt es doch an jemanden, der noch für dieses tolle Buch begeistert werden muss. Alles weitere zur Verlosung dann am 23. Ich bin schon sehr gespannt, wer sich hier melden wird :-)

[Leseupdate] April 2013

Liebe Leser,
tut mir sehr leid, dass es hier im Augenblick nicht besonders aufregend zugeht. Jetzt sind es Wohnungssuche und Wochenendbeziehung, die mich alle Zeit kosten. Aber das hat bald ein Ende. Wenn nebenher mal ein bisschen Luft ist wälze ich mich weiter durch die GoT-Reihe und bin bei Band 8 angelangt. Die dritte Staffel ist ja auch mittlerweile auf Englisch angelaufen :-)

Da ich jetzt vermehrt im Auto sitze, habe ich mal die Option Hörbuch ausgetestet. Leider funktioniert das bei mir nicht so gut mit der Konzentration im Berufsverkehr und ich muss häufig ein Stück zurückspulen, weil ich eine wichtige Info gerade verpasst habe. Jedenfalls habe ich einige Klassiker von "Die drei ???" durch und überlege ob ich es doch mal wage, etwas Komplexeres zu versuchen ;-)

Übrigens: Keine Sorge, den Welttag des Buches und die Verlosung habe ich nicht vergessen! Mehr dazu im Folgebeitrag. 

Sonntag, 31. März 2013

[Rezi 2013] Das Leben der Wünsche, Thomas Glavinic



Umzug und neuer Job stehen an - daher wird es wohl auch in den nächsten Wochen erstmal etwas ruhiger hier bleiben. Aber eine kleine Feiertagsrezension ist noch drin. :-) Und natürlich wollte ich allen Lesern ein paar schöne und hoffentlich erholsame Ostertage wünschen!

Nun aber schnell zum Inhalt: Jonas ist ein ziemlich durchschnittlicher Typ, verheiratet, zwei kleine Kinder, ein Job als Werbetexter, den er mehr pflichtbewusst als leidenschaftlich erfüllt. Die einzigen wahren Höhepunkte sind die wenigen vergönnten Stunden mit seiner ebenfalls verheirateten Affäre Marie, einer Frau, die er tatsächlich zu lieben scheint.

Eines Tages spricht ihn aus heiterem Himmel ein Mann mitten im Park an und möchte ihm drei beliebige Wünsche erfüllen. Natürlich hält Jonas ihn für einen Spinner, doch schließlich fordert er, dass sich von nun an all seine Wünsche erfüllen mögen.

„Ich dachte, mir werden nun alle Wünsche erfüllt! Was ist im Koffer? Ziehen Sie sich aus, stecken Sie sich eine Kinderschaufel in den Hintern und tanzen Sie über die Wiese! Los! […] Sie verstehen mich ganz falsch, sagte der Mann. Es geht nicht darum, was Sie wollen, sondern darum, was Sie sich wünschen.“ (S. 15) 

Wie das tatsächlich gemeint ist, erfährt Jonas früher, als ihm lieb sein kann. Es geht hier nämlich auch um die innersten, geheimsten Wünsche, die man sich nicht einmal vor sich selbst eingestehen würde…Eine gute Idee für einen Roman, die an sich auch eindrucksvoll verarbeitet wurde. Thomas Glavinic führt tief hinein in die Abgründe der menschlichen Seele. Dazwischen fiebert man mit, was als nächstes geschehen wird. Und könnte es etwas mit Jonas zu tun haben, was sich da gerade abspielt? Das geht bis hin zu weltbewegenden Ereignissen, die hunderte von Kilometern entfernt stattfinden.

Im zweiten Teil, nach einem wahrlich dramatischen Höhepunkt, verliert die Geschichte leider ein wenig an Schwung und wird zunehmend verworren. Der dritte und letzte Abschnitt war dann in meinen Augen vollkommen abgedreht. Man muss sich immer öfter die Frage stellen, was Realität ist und was sich (vielleicht?) nur in Jonas‘ Fantasie abspielt. Gut gemacht ist das auf jeden Fall und es gelingt dem Autor, sogar vom Grundtenor her fröhliche Szenen äußerst beklemmend wirken zu lassen. So endet dann auch folgerichtig alles in einer Katastrophe, die, denkt man länger darüber nach, auf unheimliche Art und Weise schlüssig erscheint.

Insgesamt war mir „Das Leben der Wünsche“, vor allem gegen Ende, ein wenig zu verworren und düster. Schriftstellerisch hervorragend umgesetzt ist die Geschichte allerdings definitiv. Die Unsicherheit, die den Leser schrittweise packt, spiegelt sich beispielsweise in der fehlenden Kennzeichnung der direkten wörtlichen Rede wieder. So weiß man nie genau, wer spricht bzw. ob die Worte überhaupt gerade laut ausgesprochen wurden. Aus rein persönlichem Geschmacksempfinden gibt’s allerdings von mir „nur“ vier coons. 

 

Verlag: dtv * TB * April 2011 * 320 Seiten * 978-3-42313983-0

Mittwoch, 13. März 2013

[Rezi 2013] Irgendwas geht immer, Dawn French



"No. 1 Bestseller" steht direkt oben drauf: Aus England. Möglich, dass mir der Humor einfach zu britisch war…Das Bedürfnis nach ein wenig leichter, witziger Unterhaltung hat mich jedenfalls zu „Irgendwas geht immer“ greifen lassen. Außerdem passte der kleine schwarze Hund, der übrigens auch mehrfach auf den Buchschnitten auftaucht, mal wieder gut zu meiner Challenge

Es ist die Geschichte einer ganz „normalen“ Familie, den Battles. Jeder hat so seine Problemchen, doch im Zentrum - der Name „Battle“ ist Programm - stehen Übermutter Mo, eine besserwisserische Kinderpsychologin, und ihre pubertierende Tochter Dora, die hinter der harmlosesten Bemerkung eine tödliche Beleidigung wittert und ständig alles in den falschen Hals bekommt. Papa Deny und Sohn Peter halten sich da lieber raus. Das Familienoberhaupt verschwindet sogar so weit von der Bildfläche, dass es lediglich einmal im gesamten Buch als Erzähler auftreten darf. Der Rest der Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive der anderen drei erzählt, zumeist in recht kurzen Abschnitten.

Papa bleibt, wie gesagt, lieber unsichtbar. Peter hält sich für Oscar Wilde, kleidet und gibt sich dementsprechend und verliebt sich in Mamas neuen Praktikanten Noel. Auch Mo hat mit unerwarteten Frühlingsgefühlen zu kämpfen und natürlich mit Doras Eskapaden: Akute Lernunwilligkeit, Starallüren, gebrochene Herzen und und und. Mit von der Partie sind außerdem eine trächtige Hündin und eine Großmutter, die sich gerne einmischt, dafür aber den besten Kuchen der Welt backt. Die Rezepte, die am Ende des Buches stehen, sollte man vielleicht mal ausprobieren…

Wie schon im vorherigen Post erwähnt, floss der erste Teil eher zäh dahin. Im zweiten wurde es besser, die Geschichte gewann an Fahrt und man hatte mehr Lust, dranzubleiben. Für meinen Geschmack waren einige der Charaktere zu überdreht, um noch halbwegs realistisch zu wirken: Zum einen trifft das auf „Oscar“ zu, dessen Attitüden (insbesondere seine antiquierte Wortwahl) zwar konsequent durchgezogen wurden, mich aber irgendwie nicht so richtig überzeugen geschweige denn amüsieren konnten. Noch lebensferner wirkte Dora: Das Mädchen soll gerade 18 werden, steckt dennoch mitten in der Pubertät (?) und besitzt definitiv eher die Gemütswelt und die Naivität einer 13jährigen. Im Innersten ist sie extrem unsicher, schreit aber eigentlich permanent bloß jeden an, der ihr zu nahe kommt und bedient sich dabei eines äußerst deftigen Vokabulars. Auf Dauer nervt das nur noch und wirkt alles andere als komisch.

Gut gefallen hat mir hingegen die Figur der Mo, die einige typische Sorgen plagen: Wie soll sie nur mit ihren Sprösslingen zurechtkommen, die resistent gegen ihre therapeutische Erfahrung zu sein scheinen. Und wie mit dem Altern und dem oft langweiligen, eingefahrenen Alltag? Hier gab es viele Gedankengänge, die mich wirklich angesprochen haben und den Nagel auf den Kopf trafen. Möglich, dass sich in Mo die Autorin selbst widerspiegelt und sie aus diesem Grund am glaubhaftesten von allen wirkt.

Bei aller Kritik: Gegen Ende wird’s immerhin noch ein bisschen spannend. Die schräge Familie wächst zusammen und einem selbst doch irgendwie ans Herz, sodass man mit einem gewissen Bedauern die letzte Seite umschlägt. Aber schließlich kann man ja immer noch in die Küche gehen und einen ordentlichen Banoffee-Kuchen aus Oma P’s Repertoire zaubern :-)

 

Verlag: Ullstein * TB * Juni 2012 * 368 Seiten * 9783548283777

Donnerstag, 7. März 2013

[Rezi 2013] Als ich ein Kunstwerk war, Eric-Emmanuel Schmitt


„Irgendwas geht immer“ fließt gerade ein wenig zäh dahin, und als mir in der Buchhandlung ein altbekannter Autor unter die Nase gekommen ist, habe ich ihn kurzerhand dazwischengeschoben: Mal wieder Eric-Emmanuel Schmitt, wie gewohnt knackig kurz (gut 200 Seiten) und gespickt mit philosophischen Fragestellungen.

Tazio Firelli fühlt sich neben seinen bildschönen Brüdern, die beide Stars sind, mehr als mittelmäßig. Er beschließt seinem Dasein ein Ende zu setzen und möchte sich von den Klippen stürzen. In letzter Sekunde hält ihn der exzentrische Künstler Zeus-Peter Lama auf. Der unterbreitet ihm, in bester Mephisto-Manier, ein Angebot: Wenn er nach 24 Stunden immer noch nicht seine Lust am Leben wiedergefunden haben sollte, bringt er ihn zurück zu den Klippen.

Der vermeintliche Wohltäter entpuppt sich jedoch schnell als menschenverachtender Egomane. Tazio soll für ihn zur lebendigen Statue werden, mit dem klangvollen Namen "Adam Zwei". Der von Selbsthass zerfressene Mann zögert nicht lange, übereignet seinen Willen dem Künstler und wird nach schmerzhaften Operationen zum Ausstellungsobjekt. Dass ihn die Aufgabe seiner menschlichen Existenz nicht glücklich macht, versteht sich von selbst.

Eine zufällige Begegnung am Strand mit zwei „echten“ Künstlern und eine aufkeimende Liebe erwecken Sehnsucht nach der Rückkehr in ein selbstbestimmtes Leben. Doch Lama ist natürlich nicht ohne Weiteres bereit, auf das prestigeträchtigste Projekt seiner Karriere zu verzichten...

Vordergründig hat Schmitt eine Parodie auf die Welt der Kunst geschaffen, die nicht nur komisch ist, sondern oft auch ins Schockierende und geradezu Ekelerregende abgleitet:

„Auf dem Podest waren drei nackte junge Frauen zu sehen und auf der Leinwand lediglich eine Tomate. –Sehen Sie wirklich…das da? fragte ich. – Was? – Eine Tomate. – Wo sehen Sie denn eine Tomate? – Auf ihrer Leinwand. – Tomate? Was heißt hier Tomate, Sie Einfaltspinsel, das ist das Ur-Rot!“ (S. 29)

„Ein Künstler ergoß die Eingeweide frisch geschlachteter Schweine über die weißen Leiber vorpubertärer Schönheiten. Ein anderer hatte seine Haut mit Haken gespickt und sich daran zur Saaldecke hieven lassen […] Am spaßigsten aber waren die Paillasson-Brüder, acht Brüder, die, mit Lendenschurzen bekleidet, der Länge nach auf dem Boden lagen und so die Besucher zwangen, auf sie zu treten, wenn sie den Saal verlassen wollten.“ (S. 118/119)

Doch es geht um viel mehr. Was macht das Menschsein eigentlich aus? Kann ein Mensch zum Objekt degradiert werden? Wie wertvoll ist die persönliche Freiheit? Warum geben wir sie freiwillig auf? Was macht uns einzigartig unter den vielen „schöneren“, „besseren“ Menschen auf dieser Welt?

So erfährt Tazio beispielsweise, dass seine hochgelobten Brüder ebenfalls nicht frei und glücklich sind und dass es manchmal einer anderen Perspektive bedarf, um das Leben und das eigene Selbst schätzen zu können.

Prinzipiell ist dies wieder ein echter Schmitt, kurzweilig und inhaltsreich. Doch vielleicht habe ich mittlerweile zu viel von ihm gelesen, um noch so begeistert wie am Anfang zu sein. So hat mich die Liebesgeschichte irgendwie gestört, denn es ist ein Grundmuster des Schriftstellers, dass unsere gesamte Existenz letztendlich ihren Sinn in der Liebe erfährt. Ein wunderschöner Gedanke, eigentlich. Aber nach zehn Werken hat man die Botschaft wohl ein wenig zu häufig vernommen.
Ich finde das trotzdem verzeihlich und vergebe mit gutem Gewissen vier Coons!

 

Verlag: Fischer Taschenbuch * TB * Juni 2012 * 240 Seiten * 978-3-596-19292-2